Deine Lakaien — April Skies Tour — Köln — E-Werk

Wäh­rend auf der Kar­te Beginn 20:00 Uhr stand, haben die Lakai­en erst um 20:30 Uhr ange­fan­gen. Wenigs­tens ist das schon per Mund­pro­pa­gan­da (ver­mut­lich stand auf eini­gen Kar­ten was ande­res drauf?!) vor­her rum­ge­gan­gen.

Von einer Vor­band gab es dies­mal nichts zu sehen — aber mal ehr­lich: Wen genau soll­te man vor den Lakai­en spie­len las­sen???

Das Kon­zert sel­ber fand dann mit einer 6-köp­fi­gen Beset­zung statt: Dei­ne Lakai­en, zwei hüb­sche, eigent­lich sogar ziem­lich hüb­sche Gei­ge­rin­nen, die zwi­schen­zeit­lich auch mal sin­gen durf­ten, nem durch­ge­knall­ten Cel­lis­ten und nem noch viel durch­ge­knall­te­ren Gitar­ris­ten.

Letz­te­rer zeich­ne­te sich vor allem dadurch aus, dass er trotz sei­nes Anzugs eher zu ner Band wie Pro­ject Pitch­fork gepasst hät­te, denn er hat da rum­ge­zap­pelt und Spöks gemacht inkl. Gri­mas­sen schnei­den, als ob auf der Büh­ne sonst­was abge­gan­gen wäre. Naja, zu allem Über­fluss hat man ihn respek­ti­ve sein Instru­ment nur ganz sel­ten gehört, was den Effekt des Durch­ge­knallt-Seins erheb­lich ver­stärkt hat.

Alex­an­der und Ernst (ihn hat man lei­der hin­ter sei­nem Pia­no und den gan­zen Syn­the­si­zern nicht wirk­lich vom rech­ten Ende der Büh­ne aus sehen kön­nen) haben sich wirk­lich Mühe gege­ben, die­se ein­zig­ar­ti­ge Stim­me Vel­ja­novs, die teil­wei­se uner­höhr­ten künst­li­chen Klän­ge und die 3 (ok, eigent­lich ja 4) “ordent­li­chen” Instru­men­te auf fast genia­le Wei­se zu ver­bin­den.

Ein wun­der­ba­res Erleb­nis, das nach knapp andert­halb Stun­den fast zu Ende war, wenn nicht noch wenigs­tens 2x Zuga­ben mit je 2 oder 3 Lie­dern gekom­men wären. Auch hier hat sich wie­der die alte Weis­heit bewahr­hei­tet: solan­ge im Raum das Licht noch nicht an ist, kann man sich das Zuga­be-Gebrül­le und -Geklat­sche spa­ren — die Künst­ler kom­men eh noch mal 😉

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