Analoge Schalter

Beim Bau mei­nes Mul­ti­funk­ti­ons-Foto-Ardui­no habe ich ja bereits mit Ent­set­zen fest­stel­len müs­sen, dass es bereits genau das gibt, was ich eigent­lich ent­wi­ckeln woll­te: Came­ra Axe 3.0.

Da es mir aller­dings zu lang­wei­lig erscheint, nun ein­fach das Gerät zu kau­fen, neh­me ich es zum Teil als Basis für die Umset­zung mei­ner Ide­en respek­ti­ve suche noch nach Ver­bes­se­run­gen. Eine die­ser Ver­bes­se­run­gen (hof­fent­lich wird es auch eine…) ist es, die im Came­ra Axe 3.0 für Tas­ter ver­wen­de­ten digi­ta­len Pins des Ardui­no ATme­gas auf ein Mini­mum zu redu­zie­ren, um sie (gleich­falls eine Ver­bes­se­rung?!) statt­des­sen als Strom­ge­ber für (dann zusätz­lich vor­han­de­ne) Sen­so­ren zu nut­zen.

Um das Gan­ze umzu­set­zen ist es not­wen­dig, meh­re­re (bis dato 5) Tas­ter über einen ein­zel­nen Ana­log-Pin abzu­fra­gen. Das ist wesent­lich ein­fa­cher mög­lich als ich dach­te: man ver­wen­det ein­fach einen Span­nungs­tei­ler, an des­sen ein­zel­nen Anschlüs­sen jeweils ein Tas­ter sitzt. Wird nun ein Tas­ter betä­tigt, wird eine dem Span­nungs­tei­ler ent­spre­chend redu­zier­te Span­nung an den ana­lo­gen Pin aus­ge­ge­ben, des­sen Wert nun abge­fragt wer­den kann.

Die ein­zi­gen Pro­ble­me, die hier­bei auf­tau­chen (könn­ten):

  1. Wer­den meh­re­re Tas­ter gleich­zei­tig betä­tigt, ent­steht ein Span­nungs­wert, der ent­we­der zwi­schen den Abge­frag­ten oder aber auch mög­li­cher­wei­se gleich einem Wert eines ein­zel­nen Tas­ters liegt. Work­a­round: ent­we­der die­se Zwi­schen­wer­te mit abfra­gen und aus­wer­ten, oder ein­fach davon aus­ge­hen, dass der­je­ni­ge, der sich das Gerät zusam­men gebaut hat, weiß, dass die­ses “Pro­blem” exis­tiert. Alter­na­tiv soll­te es auch mög­lich sein, nicht wie ich glei­che, son­dern unter­schied­li­che Wider­stän­de zu ver­wen­den.
  2. Laut dem Erbau­er des Came­ra Axe 3.0, Mau­rice Ribb­le, (ich sprach ihn in sei­nem Forum auf mei­ne Vor­schlä­ge hin an) sei­en die Wer­te am Ana­log­pin nicht so schnell aus­zu­le­sen wie an einem Digi­tal­pin, dies kön­ne zu Pro­ble­men in zeit­na­hen Pro­gramm­schlei­fen füh­ren. Bis jetzt gehe ich aller­dings davon aus, dass die ver­wen­de­ten Tas­ter eh nur zur Bedie­nung des Menüs gedacht sind — und dies nicht son­der­lich zeit­kri­tisch sein dürf­te.
  3. Fer­ner bemerk­te er, dass sowohl eine Kali­brie­rung inner­halb des Pro­gramms nötig sein könn­te (was ich inso­fern bestä­ti­gen kann, als dass unter­schied­li­che Wider­stän­de auch unter­schied­li­che Wer­te am Ana­log­pin bewir­ken) und dass die­se Wer­te mög­li­cher­wei­se auch noch tem­pe­ra­tur­ab­hän­gig sein könn­ten. (Auch das wird sich noch zei­gen…)


Unterm Strich ist die Erfin­dung des Span­nungs­tei­lers am Ana­log­pin kei­nes­falls neu. Aber sie ist prak­tisch. Mei­ne Tests habe ich pri­mär aus dem Ardui­no-Forum, wes­halb ich hier auch kein eige­nes Sketch ver­öf­fent­li­che. Das ein­zi­ge, was ich am Demo-Sketch geän­dert hat­te waren die Abfra­ge­wer­te, die über den Seri­al-Moni­tor abzu­le­sen sind.

Aller­dings gebe ich hier noch mei­ne Vari­an­te als Frit­zing-Dar­stel­lung preis. (Der zusätz­li­che Wider­stand am Anfang beruh­te auf der Tat­sa­che, dass ich für den ers­ten Tas­ter kei­ne eigen­stän­di­gen Wert aus­le­sen konn­te und zu faul war, dem Pro­blem jetzt schon näher auf den Grund zu gehen.)

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